WordPress installieren leicht gemacht | Schritt für Schritt Anleitung


Du willst deine Website mit WordPress erstellen? Gute Wahl! Das CMS erfreut sich größter Beliebtheit. 2023 beträgt der Anteil an Websites, die auf WordPress basieren, 43%. Die Software verbessert sich weiterhin laufend und weist einen stetigen Wachstum vor.





Mit dieser Anleitung können auch Einsteiger die Software installieren. Du wirst sehen, die Installation von WordPress ist kein Ding der Unmöglichkeit. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du vorgehen kannst.



1. Vorbereitung | Was benötige ich, um WordPress zu nutzen?


Bevor du mit der Installation loslegst, musst du ein paar Vorbereitungen treffen.


Domain und Webhosting

Damit du WordPress nutzen kannst, benötigst du eine Domain und Webhosting. Um sicherzugehen, dass deine Domain auf das Hosting Paket verweist, musst du die DNS-Einstellungen überprüfen. In der Regel, wenn du deine Domain und dein Hosting Paket beim selben Anbieter bestellst, werden diese Einstellungen automatisch gesetzt.


SSL Zertifikat | https

Bevor du anfängst, WordPress zu nutzen, solltest du unbedingt ein SSL Zertifikat auf deinem Webhosting installieren. Mit dem SSL Zertifikat werden die Daten zwischen Benutzer und Server verschlüsselt übertragen.


Wenn du das SSL Zertifikat erst nach der WordPress Installation einrichtest, musst du manuelle Änderungen an deiner Website durchführen. Bei diesen können möglicherweise Probleme auftreten.


Kostenloses SSL Zertifikat

Bei den alldomains.hosting Webhosting Paketen sind kostenlose Let’s Encrypt SSL Zertifikate inkludiert. Diese kannst du im Control Panel mit zwei Klicks installieren (Modul “SSL-Sicherheit” -> “Zertifikat aktivieren”).



2. WordPress-Installation


WordPress kann automatisch oder manuell installiert werden. Welche Methode du wählst, kannst du selbst entscheiden.


Automatische Installation

Die schnellste und einfachste Methode ist die automatische Installation durch einen Software-Installer. Diese Möglichkeit stellen wir unseren Kunden kostenlos bereit.


Das Ergebnis der automatischen Installation mit unserem Software-Installer ist ident mit dem der manuellen Installation. Es werden keine zusätzlichen Plugins installiert oder Voreinstellungen getroffen. In nur wenigen Klicks ist WordPress installiert.


Bei manchen anderen Anbietern werden zusätzliche Plugins und Themes installiert. Wenn man diese nicht benötigt, sollte man darauf achten, sie zu löschen. Dadurch werden gegebenenfalls Sicherheitsrisiken minimiert und Speicherplatz optimiert.


Manuelle Installation

Die manuelle Installation dauert etwas länger und ist für Anfänger weniger geeignet als die automatische Installation mit einem Software Installer. In dieser Anleitung gehen wir beide Varianten Schritt für Schritt durch.

Automatische Installation mit Software-Installer


Um die Installation mit dem Software-Installer durchzuführen, wird nicht viel technisches Wissen benötigt.


1. Control Panel öffnen

Alle Tools, die du benötigst, findest du im alldomains.hosting Control Panel. Hier gelangst du zur Login Seite deines Control Panels.


2. Datenbank anlegen

Als Erstes musst du eine Datenbank anlegen. Das geht ganz einfach in deinem Control Panel im Menüpunkt "Datenbanken". Dort wählst du “Neue Datenbank hinzufügen”.





Wähle MySQL und im nächsten Schritt die aktuellste MySQL-Version.







Als Name der Datenbank bietet sich “wordpress” an.





Im nächsten Schritt musst du ein sicheres Passwort wählen. Es sollte viele Zeichen lang sein und Zahlen und Sonderzeichen beinhalten. Mit einem kostenlosen Programm zur Kennwortverwaltung wie z. B. KeePass kannst du nicht nur sichere Passwörter erstellen, sondern auch an einem Ort verwalten.


Dein Datenbank-Passwort kannst du später in deinem Control Panel jederzeit einsehen oder ändern.


Überprüfe die getätigten Einstellungen und schließe die Erstellung der Datenbank mit Klick auf “Weiter” ab.





3. WordPress Software installieren

Jetzt kannst du bereits mit der Installation von WordPress loslegen. Gehe jetzt im Control Panel auf den Menüpunkt “Software” und klicke auf “Installieren”.





Wähle nun WordPress und anschließend die gewünschte WordPress-Version aus. Wir empfehlen dir, die neueste Version zu nehmen.







Als Installationspfad wählst du das Hauptverzeichnis (www/). Klicke auf “Auswählen” und dann “Weiter”.





WordPress wird somit im Hauptverzeichnis der Domain installiert. Der Installationspfad lautet www/.


Nach der Bestätigung mit Klick auf “Weiter” fährst du mit der weiteren Installation von WordPress im Browser fort. Öffne hierfür den angegebenen Link und fahre dort fort.





Beachte, dass wir die Installationsroutine von WordPress mit einem Passwort gesichert haben. Wenn du den weiteren Installationsprozess direkt über den Link aus dem Control Panel aufrufst, werden der Benutzername und das Passwort automatisch übernommen. Drücke einfach auf "Ok". Ansonsten findest du das Passwort im Installationsfenster in deinem Control Panel.


Der Passwortschutz wird nach der abgeschlossenen Installation automatisch gelöscht. Er dient als Sicherheitsvorkehrung, bis die Installation abgeschlossen und ein eigenes Passwort für die WordPress-Installation hinterlegt ist.


Lasse den Browser-Tab mit der Control Panel Seite noch offen (nach der Fertigstellung des weiteren Installationsprozesses im Browser klickst du hier nur noch auf “Weiter”).



4. Einrichtung im Browser

Nachdem du den Link im Control Panel geöffnet hast, gelangst du zur Einrichtungsseite von WordPress in deinem Browser. Wähle die Sprache aus, in der du WordPress installieren willst und fahre fort.





Nun musst du die WordPress Installation mit deiner eben erstellten Datenbank verknüpfen. Klicke auf “Los geht´s!”





Trage den Datenbanknamen, den Benutzernamen, das Passwort und den Datenbank-Host ein. Im nächsten Schritt zeigen wir dir, wo du die Zugangsdaten in deinem Control Panel findest.


Um deine Datenbank besser vor Angriffen zu schützen, kannst du als Tabellen-Präfix eine zufällige Buchstaben- und Zahlen-Kombination wählen, z. B. "ad7a03_". Wenn du mehrere WordPress-Installationen innerhalb einer Datenbank verwenden willst, musst du jeder Installation einen eigenen Tabellen-Präfix geben.





Die benötigten Zugangsdaten findest du im Control Panel Modul “Datenbanken”. Klicke hierfür auf die zuvor erstellte Datenbank und rufe die Zugangsdaten auf.







Nach dem Klick auf “Senden” kann WordPress bereits mit deiner Datenbank kommunizieren. Wähle nun “Installation durchführen”.





Jetzt musst du bloß noch den Titel deiner Webseite auswählen (den kannst du später noch beliebig ändern) und deinen Benutzer-Account für das WordPress-Login erstellen.


Um die Sicherheit zu erhöhen, lege einen anderen Benutzernamen als “admin” oder “Admin” fest, weil dieser Name der erste ist, der bei Brute-Force Attacken ausprobiert wird.


Setze keinen Haken bei “Suchmaschinen davon abhalten, deine Website zu indexieren”, wenn du willst, dass Google & Co. deine Webseite indexieren, also listen, können.


Du kannst den Haken aber auch einstweilen setzen, bis deine Webseite fertiggestellt ist und Inhalte vorhanden sind. Danach kannst du sie immer noch für Suchmaschinen freischalten. Gehe dazu im Backend zu “Einstellungen” -> “Lesen” -> “Sichtbarkeit für Suchmaschinen” und entferne den Haken.





Mit Klick auf “WordPress installieren” ist die Installation im Browser bereits abgeschlossen.





Gehe ins Control Panel zurück und schließe den Installationsassistenten mit einem Klick auf “Weiter” und “Assistent beenden”.





Das war's auch schon! Die Software wurde erfolgreich installiert. Du kannst dich bereits in WordPress einloggen.


Die ersten Schritte, die du nun in deinem WordPress-Backend vornehmen kannst, zeigen wir dir weiter unten im Artikel.


Manuelle Installation

1. Datenbank anlegen

Als Erstes benötigst du eine Datenbank. Diese kannst du in deinem Control Panel im Menüpunkt Datenbanken erstellen. Klicke auf “Neue Datenbank hinzufügen” und wähle MySQL als Datenbanksystem. Nimm die neueste MySQL Version, wenn du keinen expliziten Grund dafür hast, eine ältere Version zu nehmen (z. B. aufgrund von Plugin Kompatibilität).







Nenne die Datenbank z. B. “wp” oder “wordpress” und lege ein sicheres Passwort fest. Du kannst das Passwort im Control Panel später auch einsehen oder ändern.

2. Installationsdateien herunterladen und konfigurieren

Als nächstes musst du auf der offiziellen Webseite von WordPress (https://de.wordpress.org/download/) die Installationsdateien herunterladen.





Diese Dateien entpackst du lokal auf deinem Rechner (Rechtsklick auf die ZIP-Datei -> “Alle extrahieren”).





Die entpackten Dateien befinden sich nun in einem Ordner namens “wordpress”.





3. WordPress-Dateien auf den Webspace hochladen

Verbinde dich mittels FTP mit deinem Server. Du kannst ein Programm wie FileZilla nutzen. Zum Einloggen gibst du in der Leiste oben deine FTP-Zugangsdaten ein. Das Feld “Port” kannst du einfach freilassen. Auf der linken Seite siehst du die lokalen Dateien auf deinem PC, rechts die Dateien, die sich am Server befinden.





Die FTP-Zugangsdaten erhältst du bei Bestellung deines Hosting-Pakets per E-Mail. Du findest den Server- und Benutzernamen ebenso im Control Panel Modul FTP-Manager. Dort kannst du auch ein neues Passwort vergeben (“Aktion” -> “Passwort setzen”).





Öffne den "wordpress"-Ordner und markiere alle darin enthaltenen Dateien.
Ziehe alle Dateien via Drag & Drop in das www-Verzeichnis, also das Hauptverzeichnis deiner Domain.





4. Installationsprozess im Browser starten

Öffne deine WordPress Installation. Rufe dazu einfach in deinem Browser deine Domain mit dem Installationspfad von WordPress auf. Das www Verzeichnis muss ausgelassen werden. In unserem Beispiel wäre das also www.deinedomain.tld. Hätten wir WordPress in einem Unterverzeichnis wie www/unterverzeichnis/ installiert, würden wir entsprechend www.deinedomain.tld/unterverzeichnis/ eingeben.

Du wirst automatisch zu https://www.deinedomain.tld/wp-admin/setup-config.php weitergeleitet.


Mit Klick auf “Los geht´s!” gelangst du zur Eingabeseite deiner Datenbank-Zugangsdaten.





Trage die Zugangsdaten deiner zuvor erstellten Datenbank ein. Diese kannst du im Control Panel im Modul “Datenbanken” einsehen. Klicke dazu auf “Aktion” -> “Zugangsdaten”.


Um deine Datenbank besser vor Angriffen zu schützen, kannst du den Wert "Tabellen-Präfix" zu zufälligen Buchstaben und Zahlen ändern, z. B. "ad7a03_" . Wenn du mehrere WordPress-Installationen innerhalb einer Datenbank verwenden willst, musst du jeder Installation einen eigenen Tabellen-Präfix geben.







Im nächsten Schritt erstellst du einen Benutzeraccount für das WordPress-Backend.



Nenne deinen Benutzer nicht “admin” bzw. “Admin”. Ansonsten ist deine WordPress Installation anfälliger für Brute Force Attacken.


Wähle ein sicheres Passwort (nicht zu kurz, Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen, Sonderzeichen …).


Wenn du möchtest, dass deine Webseite von Suchmaschinen indexiert, also gelistet werden kann, dann setze keinen Haken bei “Suchmaschinen davon abhalten, deine Website zu indexieren”.

Du kannst den Haken aber auch später im WordPress Backend entfernen (“Einstellungen” -> “Lesen” -> “Sichtbarkeit für Suchmaschinen”).


Mit Klick auf “WordPress installieren” ist die Installation erfolgreich abgeschlossen! Du kannst dich nun mit deinem eben erstellten Benutzeraccount in WordPress einloggen. Die URL zum Login lautet: https://www.deinedomain.tld/wp-login.php




3. WordPress in einem Unterverzeichnis installieren


Es ist möglich, dass du WordPress nicht im Hauptverzeichnis (www/) deiner Domain installierst, sondern in einem Unterverzeichnis (www/unterverzeichnis/).


Das kann von Vorteil sein, wenn du weitere Anwendungen auf deinem Webspace installieren möchtest und verschafft dir in dem Fall einen guten Überblick bzw. Ordnung auf deinem Webspace.


Allerdings musst du danach Einstellungen treffen, damit das Unterverzeichnis nicht in der URL deiner Website zu sehen ist (“www.deinedomain.tld/” anstatt “www.deinedomain.tld/unterverzeichnis/”).


Um WordPress in einem Unterverzeichnis zu installieren, legst du einen Unterordner im Hauptverzeichnis (www/) deiner Domain an. Das kannst du z. B. im Dateimanager des Control Panels machen. Klicke dazu im www/ Verzeichnis auf "Verzeichnis erstellen". Den Ordner kannst du z. B. “wordpress” nennen. Der Pfad deiner WordPress-Installation würde in diesem Beispiel www/wordpress/ lauten. “www” ist das Hauptverzeichnis, “wordpress” das soeben erstellte Unterverzeichnis.


Installiere dann WordPress wie oben beschrieben. Wähle bei der Installation mit dem Software-Installer als Installationspfad www/wordpress/ aus, damit die WordPress-Software in diesem Verzeichnis installiert wird. Installierst du WordPress manuell, dann ziehe die WordPress-Installationsdateien einfach in das Verzeichnis www/wordpress/.


Danach musst du noch Vorkehrungen treffen, damit das Unterverzeichnis nicht in deiner URL erscheint. Wie das geht, erklären wir dir im nächsten Schritt.


WordPress Webseite ohne Unterverzeichnis aufrufen


Damit deine Webseite ohne den Verzeichnisnamen in der URL aufrufbar ist, musst du noch Einstellungen tätigen. Ansonsten würde das Unterverzeichnis, in welchem du WordPress installiert hast, in der URL auftauchen, z. B. so: www.deinedomain.tld/wordpress/


Die Webseite soll aber ohne Unterverzeichnis in der URL aufrufbar sein: www.deinedomain.tld


Gehe im Control Panel zum Dateimanager und navigiere zu dem Ordner, in welchem du die WordPress Dateien abgespeichert hast. In unserem Beispiel ist das der Ordner namens “wordpress” mit folgendem Dateipfad: www/wordpress/.


Lade die Dateien namens “index.php” und “.htaccess” herunter (Rechtsklick -> “Download” -> “Datei speichern”). Achte dabei darauf, dass du sie abspeicherst und nicht mit der Auswahl “Öffnen mit” temporär lädst.

Alternativ kannst du die Dateien auch per FTP herunterladen.





Öffne index.php in einem Text-Editor wie Notepad++, Atom oder dem Windows-Editor. Diese verursachen keine Verunreinigungen im Quelltext durch automatische Formatierungen (kann z. B. bei Microsoft Word passieren).


Jetzt passt du den Pfad der WordPress Installation an, indem du den Namen des Unterverzeichnisses inklusive vorangestelltem “/” vor “/wp-blog-header.php” einfügst.


In unserem Beispiel wäre der Name des Unterverzeichnisses “wordpress”.





Danach lädst du die beiden Dateien (die .htaccess und die soeben geänderte index.php) in das Hauptverzeichnis (“www”) hoch.


Die beiden alten Dateien im Unterverzeichnis (“wordpress”) darfst du nicht löschen (lasse sie einfach unverändert im Unterverzeichnis).





Damit WordPress die neuen Einstellungen übernimmt, musst du dich in das WordPress-Backend einloggen und in den Einstellungen unter “Allgemein” die “Website-Adresse (URL)” ändern.


Dazu löschst du das Unterverzeichnis (nach dem /) raus. Lasse bei “WordPress-Adresse (URL)” aber das Unterverzeichnis stehen, in welchem deine WordPress-Dateien abgespeichert sind.





Deine Website ist somit “ganz normal” unter deiner Domain ohne Unterverzeichnis erreichbar.


4. Erste Schritte nach der Installation


Gratuliere! Deine neue WordPress Webseite ist nun einsatzbereit.


Um dir den Start zu erleichtern, zeigen wir dir die ersten Schritte, die du gleich umsetzen kannst.

URL Struktur ändern, um die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen


Eines der ersten Dinge, die du machen solltest, ist die Permalink Struktur zu ändern.


Damit kannst du die URLs standardmäßig ändern, z. B. von:
alldomains.hosting/?p=12345

auf:
alldomains.hosting/wordpress-installieren.html


Die Unterseiten deiner Website sind dann für den Besucher viel leichter aufzurufen. Zusätzlich sind die aussagekräftigen URLs ein positiver Einfluss auf dein Google Ranking.


Wenn du diese Einstellung gleich erledigst, sparst du dir später manuellen Aufwand, um Weiterleitungen einzurichten.


Um die Permalinks zu ändern, gehst du in den Einstellungen zu “Permalinks” und wählst das gewünschte URL-Format aus. Wir empfehlen "Beitragsname".





Vorinstallierte Plugins löschen, um die Sicherheit zu erhöhen


Danach solltest du vorinstallierte Plugins löschen, die nicht benötigt werden. Standardmäßig kommen "Akismet Anti-Spam" und "Hello Dolly" mit WordPress. Diese kannst du beide löschen.


Du entfernst damit mögliche Sicherheitslücken deiner Website. Außerdem ist das Plugin "Akismet Anti-Spam" in der Standardversion nicht DSGVO konform.


Navigiere zum Reiter “Plugins” -> ”Installierte Plugins” und lösche die Plugins.





Wartungsmodus aktivieren


Bevor du deine Website fertig gestaltet hast, solltest du den Wartungsmodus aktivieren. So kannst du Besucher, die bereits auf deiner Webseite landen, darüber informieren, dass sich diese im Aufbau befindet.


Am einfachsten geht das mit einem Plugin wie z. B. Maintenance.